Pfle­ge­recht 2016: Pfle­ge­grade anstatt Pfle­ge­stufen

Pfle­ge­recht 2016, Pfle­ge­grade anstatt Pfle­ge­stufen

Zum 01.01.2015 ist das 1. Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz (PSG I) in Kraft getreten, zum 01.01.2016 sodann das 2. Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz (PSG II). Auf­grund der nun­mehr aktua­li­sierten Begut­ach­tungs­richt­li­nien können sich viele Pfle­ge­be­dürf­tige, die bisher keine oder nur eine geringe Pfle­ge­stufe erhielten, Hoff­nung auf Bes­se­rung machen. Die jetzt zu prü­fenden Merk­male sind deut­lich detail­lierter als bisher und geben daher ein kla­reres Bild von der ver­blie­benen Leis­tungs­fä­hig­keit der Betrof­fenen; auch bieten die nun­mehr ein­ge­führten Pfle­ge­grade eine stär­kere Abstu­fungs­mög­lich­keit.

Die Über­lei­tung von Pfle­ge­be­dürf­tigen die bereits Leis­tungen erhalten in das aktu­elle Beur­tei­lungs­system soll zum 01.01.2017 auto­ma­tisch erfolgen. Sie sollten daher Nach­richt von der Pfle­ge­kasse erhalten.

Vom 01.01.2017 bis zum 01.01.2019 erfolgen bei Pfle­ge­be­dürf­tigen, die am 01.01.2017 in einen Pfle­ge­grad über­ge­leitet wurden, keine Wie­der­ho­lungs­be­gut­ach­tungen. Dies gilt auch dann, wenn der MDK oder der von der Pfle­ge­kasse beauf­tragte Gut­achter eine Wie­der­ho­lungs­be­gut­ach­tung in diesem Zeit­raum emp­fohlen hat.

Auch gelten auf­grund der Umstel­lung auf das neue Begut­ach­tungs­system vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 für die gestellten Leis­tungen auf Pfle­ge­leis­tungen andere Rück­mel­de­fristen.

Nur bei beson­ders dring­li­chem Bedarf müssen die Pfle­ge­kassen spä­tes­tens 25 Arbeits­tage nach Ein­gang des Antrages ihre Ent­schei­dung dem Antrag­steller mit­teilen. Wann ein beson­ders dring­li­cher Ent­schei­dungs­be­darf vor­liegt, legt der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bund der Pfle­ge­kassen dem­nächst bun­des­weit ein­heit­lich fest.

Für eine kon­krete Bera­tung zum wei­teren Vor­gehen ver­ein­baren Sie gern einen per­sön­li­chen Bera­tungs­termin in meiner Kanzlei.