Kosten

Eine Frage stellt sich jeder vor dem Anwalts­be­such und zwar:
Was wird mich die Bera­tung kosten?

Meine Dienst­leis­tung unter­teilt sich in:

  • Erst­be­ra­tung (bis 190,00 EUR netto je nach Bedeu­tung und Umfang der Ange­le­gen­heit)
  • Bera­tung (pau­schal oder nach Stun­den­satz, Ver­ein­ba­rungs­sache)
  • Außer­ge­richt­liche Ver­tre­tung
  • Gericht­liche Ver­tre­tung

Die Erst­be­ra­tung dient zunächst erst einmal dazu den Umfang Ihres Bedarfs an recht­li­cher Bera­tung fest­zu­stellen und sich ken­nen­zu­lernen. Für Ihre Fragen erheb­liche Unter­lagen (Bescheide etc.) können Sie mir in Vor­be­rei­tung des Ter­mins vorab gern als Kopie über­mit­teln. In Kenntnis des Sach­ver­haltes werde ich in der Lage sein die Chancen und Risiken eines Vor­ge­hens, sowie auch die wei­teren ent­ste­henden Kosten zu erläu­tern. Nach Abschluss der Erst­be­ra­tung ent­scheiden Sie, ob ich wei­terhin für Sie tätig sein werde.

Die Kosten der Erst­be­ra­tung belaufen sich auf min­des­tens 25 EUR netto (29,75 EUR mit Ust.), sowie maximal 190,00 EUR (netto). Die Höhe der Kosten ori­en­tiert sich an dem zeit­li­chen Umfang der Bera­tung und dem Umfang der zu sich­tenden Unter­lagen.

Die Ver­gü­tung für eine kon­krete Bera­tung in der Sache wird im Voraus ver­ein­bart. Dafür bieten sich die Abrech­nung nach Stunden oder eine Pau­schale an. Abge­rechnet wird die tat­säch­liche Bera­tungs­zeit sowie fall­spe­zi­fi­sche Recherche nach aktu­eller Recht­spre­chung. Bera­tungs­pau­schalen ori­en­tieren sich am geschätzten Auf­wand oder dem Streit­wert der Ange­le­gen­heit. Eine Bera­tung liegt vor, wenn ich Sie umfas­send infor­miere, Ihnen Hand­lungs­mög­lich­keiten auf­zeige und fach­liche Hin­weise gebe und diese ggf. gut­ach­ter­lich auch aus­for­mu­liere.

Im Rahmen der aus­ser­ge­richt­li­chen Ver­tre­tung handle ich in Ihrem Namen gegen­über Dritten. Bei der Abrech­nung dieser Tätig­keit bin ich bei der Ver­gü­tung an das Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz (RVG) gebunden. Grund­sätz­lich richtet sich die Ver­gü­tung nach dem Streit­wert.
Glei­ches gilt für die gericht­liche Ver­tre­tung.

Die Abrech­nung nach dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz (RVG), sowie dem dazu­ge­hö­rigen Ver­gü­tungs­ver­zeichnis (RVG VV) erfolgt in diesen Fällen nach Streit­werten, wobei dem jewei­ligen Wert sodann tabel­la­risch eine Gebüh­ren­höhe zuge­ordnet wird. Für die Berech­nung der anwalt­li­chen Gebühren gibt es im Internet Gebüh­ren­rechner, so z. B. www.rechtsanwaltsgebuehren.de – hier können Sie sich einen Über­blick über die ent­ste­henden Kosten machen. Über die Höhe der Ver­gü­tung erteile ich Ihnen aber auch jeder­zeit kos­tenlos Aus­kunft.

Sind Sie recht­schutz­ver­si­chert? Dann lohnt sich in jedem Fall das Ein­holen einer Deckungs­zu­sage, denn wird diese erteilt, so werden die anfal­lenden Kosten von der Rechts­schutz­ver­si­che­rung getragen. Aller­dings kann ich nicht garan­tieren, dass die Rechts­schutz­ver­si­che­rung für alle anfal­lenden Kosten auf­kommt. Oft­mals wird ein Selbst­be­halt ver­ein­bart, wel­cher pro Rechts­schutz­fall von Ihnen getragen werden muss. Diese Angaben können Sie Ihrer Police ent­nehmen.

Eine wei­tere Mög­lich­keit der finan­zi­ellen Ent­las­tung besteht, wenn Sie einen Anspruch auf Bera­tungs- bzw. Pro­zess­kos­ten­hilfe haben; die ent­spre­chenden Anträge finden Sie auf der For­mu­lar­seite dieser Web­site.

Für Bürger mit geringem Ein­kommen gewährt der Staat Hil­fe­stel­lungen. Im Vor­feld gericht­li­cher Aus­ein­an­der­set­zung und in Bera­tungs­an­ge­le­gen­heiten ist dies die soge­nannte Bera­tungs­hilfe. Grund­sätz­lich wird Bera­tungs­hilfe gewährt, wenn eine Person nach ihren per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nissen nicht in der Lage ist, die Kosten für eine Bera­tung selbst auf­zu­bringen, keine andere Mög­lich­keit der Rechts­in­for­ma­tion besteht und das Bera­tungs­hil­fe­er­su­chen nicht mut­willig ist. Den hierfür erfor­der­li­chen Bera­tungs­hil­fe­schein erhalten Sie bei der Rechts­an­trags­stelle des zustän­digen Amts­ge­richts. Auf­grund der neuen deut­lich umständ­li­cheren Bera­tungs­hil­fe­praxis seit dem 01.01.2014 sollten Recht­su­chende vor einer anwalt­li­chen Bera­tung grund­sätz­lich einen Berech­ti­gungs­schein bei dem für sie zustän­digen Amts­ge­richt bean­tragen. So haben sie die Sicher­heit, dass ihnen tat­säch­lich Bera­tungs­hilfe gewährt wird und der Rechts­an­walt ist von der ggf. zeit­rau­benden Prü­fung des Vor­lie­gens und Nach­weises der Bera­tungs­hil­fe­vor­aus­set­zungen befreit. Eine Aus­nahme gilt für alte, kranke oder geh­be­hin­derte Rechts­su­chende bzw. solche, die einen weiten Weg zum zustän­digen Amts­ge­richt auf sich nehmen müssten oder auch in beson­ders eiligen Fällen. Über Ihren Antrag auf Bera­tungs­hilfe ent­scheidet das Amts­ge­richt, in dessen Bezirk Sie Ihren Wohn­sitz haben. Zur Bean­tra­gung eines Berech­ti­gungs­scheins bei dem für sie zustän­digen Amts­ge­richt sollten Recht­su­chende unbe­dingt mit­nehmen:

  • Per­so­nal­aus­weis.
  • Bewil­li­gungs­be­scheid (ALG II/Grundsicherung), Wohn­geld­be­scheid und/oder Ein­kom­mens­nach­weis
  • Kon­to­auszug über den letzten Monat und ggf. Nach­weise über sons­tige Konten/Sparbücher etc.
  • Soweit keine Grund­si­che­rungs­leis­tungen nach dem SGB II oder SGB XII bezogen werden oder zwar­Grund­si­che­rungs­leis­tungen bezogen werden, aber die tat­säch­liche Miete über der im Bescheid aner­kann­ten­Miete liegt und über zusätz­li­ches Ein­kommen ver­fügt wird: Sicher­heits­halber den aktu­ellen Miet­ver­trag oder eine Miet­be­schei­ni­gung (wenn der Miet­ver­trag schon älter und nicht mehr aktuell ist).
  • Im Ein­zel­fall und soweit erfor­der­lich Nach­weise zu sons­tigen Belas­tungen (kos­ten­auf­wen­di­ge­Er­näh­rung, Zah­lungs­ver­pflich­tungen etc.).

Bitte beachten Sie, dass bei Vor­lage eines Rechts­be­ra­tungs­scheins beim Anwalt eine Gebühr von 15 € für die Bera­tung fällig wird (§ 8 Abs. 1 BerHG). Ohne Rechts­be­ra­tungs­schein erfolgt die Abrech­nung nach den sonst übli­chen Sätzen. Bei gericht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zungen greift die soge­nannte Pro­zess­kos­ten­hilfe. Die hierfür erfor­der­li­chen Anträge werden von hier aus beim zustän­digen Gericht ein­ge­reicht. Je nach Ver­mö­gens­si­tua­tion über­nimmt die Staats­kasse dann ganz oder teil­weise die Kosten für Ihren Anwalt und die ent­ste­henden Gerichts­kosten. Nicht über­nommen werden die Anwalts­kosten der gegen­seite. Wei­terhin gilt es zu beachten, dass die Pro­zess­kos­ten­hilfe je nach Ein­kom­mens­si­tua­tion nur gegen eine Rück­zah­lung in Raten über­nommen wird. Ob Sie vollen oder raten­weisen Anspruch auf Pro­zess­kos­ten­hilfe haben können Sie u.a. im Merk­blatt für die Pro­zess­kos­ten­hilfe mit Stand zum 01.01.2014 nach­lesen.

Merkblatt_Prozesskostenhilfe_01.01.2014

Bedenken Sie: Kosten sind kein Tabu­thema, son­dern Kos­ten­trans­pa­renz viel­mehr ein wich­tiger Bestand­teil der Bera­tung. Also fragen Sie nach!